Solaranlage im Winter…

Die letzten Tage gab es hier kaum Sonne. Um genau zu sein, waren es 10 Tage wo nur sehr wenig bis gar keine Sonne da war. Man sieht gut wie die Akkuspannung immer weiter eingebrochen ist.

Dank der überdimensionierten Solarzelle ist aber genau das eingetreten was ich gehofft habe, über den Tag wurde selbst bei bewölkten Himmel immer noch etwas Strom erzeugt, so das man nicht komplett auf den Akku angewiesen war.

Das Bild ist schon paar Tage alt, es wurde am 12.1 gemacht

Lange habe ich damit gerungen, wie tief die Akkuspannung nun einbrechen darf, von „keinesfalls <12V“ bis „10,8V sind ok“ habe ich alles gefunden.

Ich glaube nun mittlerweile das es hier sehr auf den Akku ankommt. Starterbatterien z.b. in Autos sollte man wirklich keinesfalls auf <12V entladen. Ich hab hier aber eine Semi-Traktionsbatterie für Solaranlagen. Hier gilt wohl die Regel, keinesfalls unter 10,8V. Was ich bisher so gefunden habe, gelten für mich nun folgende Werte:

Keinesfalls unter 10,8V fallen und den Akku keinesfalls längere Zeit (viele Tage) unter 11,5V betreiben. Sollte ich in diesen Zustand kommen und der Victronregler nicht abschalten fahre ich raus, bau den Akku aus und lade ihn daheim im warmen wieder auf.

Zum Glück waren die letzten 3 Tage schon wieder etwas sonniger, so das der Akku mittlerweile wieder deutlich voller ist:

Genauer können die Daten in meinen neu aufgesetzen Grafana (noch im Testbetrieb) angeguckt werden.

Jetzt wo die Tage auch langsam wieder länger werden und ab Freitag noch mehr Sonne gemeldet wird, bin ich guter Hoffnung die kürzesten Tage überstanden zu haben. Der Victronregler hat bisher nicht abgeschaltet. Jetzt kommen vermutlich dann die zwar etwas längeren aber dafür deutlich kälteren Tage. Ich bin gespannt wie sich der Akku da verhält und werde mich hier wieder melden wenn es spannende Neuigkeiten gibt.

2 Gedanken zu „Solaranlage im Winter…“

  1. Blei Akkumulatoren beginnen im entladen Zustand zu sulfatieren und damit schnell Kapazität einzubüssen. Beim Einsatz im Auto oder in der USV ist das nicht ganz so wichtig, da hier die Akkus meistens immer voll geladen werden. Bei Autobatterien kann dieses durch die dünnen Elektroden mit Gitterstruktur bei entladenem Akku schnell zu einem Problem führen. Die Gitterstruktur sorgt für eine große Oberfläche und stellt damit große Startströme zur Verfügung. Dafür weist diese wenig Masse auf und zerfällt bei Entladung schnell zu Bleisulfat. Akkus für Wohnmobile sind anders aufgebaut, geben in ihren Datenblättern aber meistens 500-800 Zyklen bei max. 50% Zyklentiefe (Entladung) an. Dem folgend, solltest Du deine Bleiakkus auf max. 50% entladen. Die hierbei anstehende Spannung kannst Du den Datenblättern des Akkus entnehmen.
    LiFePo4 Akkus kommen damit besser zurecht und es gibt diese auch für den Wohnmobil, Notstrom und Solareinsatz. Die Schlusspannung entspricht denen von Blei Akkumulatoren und in der Regel können diese direkt ausgetauscht werden.

    https://www.akkuline.de/akku/lifepo4-akkus.aspx

    1. Hi Marek

      Du hast es gut zusammen gefasst. Genauso ist es. Allerdings sind mir LiFePo4 einfach viel zu teuer, da müssten mir Leute noch viel Geld spenden ;). Für einen solchen Akku, kann ich den Bleiakku noch 5x austauschen 😉 Das ich nur ca. 50% nutzen kann ist mir durchaus bekannt aber schau dir mal die Lade/Entladekurven an. Ich hab hier nen 120Ah Akku und tagsüber dank guter Solarzelle immer etwas Strom erzeugt. Selbst wenn jetzt nur 60Ah nutzbar sind, komm ich bei 300mA Entladung noch sehr lange hin.
      Wie lang der Akku am Ende wirklich hält, wird sich zeigen, alles über 2 Jahre wäre auf jeden Fall ein Erfolg.

      Gruß Christian

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