Konfiguration Edgerouter

So ich hab das Ding nun komplett fertig eingerichtet und möchte hier mal meinen Netzaufbau erklären.

Anschlüsse:

  • eth0: DSL Modem
  • eth1: privates Netz (hier hängt bei mir ein 24 Port managed NETGEAR GS724T)
  • eth2: Clientport Freifunkrouter

IPv4 ist die Einrichtung noch recht leicht. Ich hab ein PPPoE Interface angelegt, meine Telekomzugangsdaten reingeklopft, als Interface eth0 ausgewählt und schon hat sich das Ding über mein DrayTek Vigor 130 verbunden.

Aufpassen muss man, das man auf dem eth0 (also dort, wo das DSL Modem hängt) DHCP Client ausschaltet. Sonst holt sich der Edgerouter eine 192.168.1.X IP vom DSL Modem und will darauf routen. Da das Modem aber kein Router ist, kommt man darüber natürlich nicht ins Internet. Nachdem ich DHCP aus hatte, hat der Edgerouter es dann auch verstanden das er die default route auf das PPPoE Interface werfen soll.

Die Konfiguration des DHCP Servers sollte selbsterklärend sein, dazu einfach mal oben auf Services klicken und dann kommt man direkt auf den DHCP Punkt.

Danach hab ich mich mal ein wenig mit den config tree auseinander gesetzt. Wirklich einfach zu bedienen ist er nicht, aber wenn man es mal verstanden hat geht es eigentlich. Ich will hier mal kurzfassend die größten Probleme erklären.

Mit dem > Pfeil vor dem Text kann man das Untermenü aufmachen

Mit dem + kann man einen Unterpunkt anlegen

Mit dem – deaktiviert man den Unterpunkt wieder

Text in rot ist eine Änderung die noch nicht gespeichert wurde

Mit discard verwirft man alle Änderungen, mit preview übernimmt man sie.

Hier ist IPv6 aktiviert und daher ein Minus davor (damit könnte man es wieder deaktivieren)

Wenn man das Prinzip mal verstanden hat, ist es eigentlich ganz angenehm damit zu arbeiten. Als erstes aktivieren wir IPv6 auf dem PPPoE Interface. Dazu öffnen wir folgenden Baum mit dem Pfeil: Interface – ethernet – eth0 (oder das Interface wo das Modem dran hängt) – pppoe – 0 – ipv6 – address. Bei dem Unterpunkt autoconf der dann erscheint klickt man auf das + und aktiviert somit IPv6. Danach mit preview abspeichern, bestätigen und einmal auf dem Dashboard neu die PPPoE Verbindung aufbauen. Voila schon sollte eine IPv6 Adresse auf dem PPPoE Interface sein, wo vorher nur eine v4 drauf war.

Diese wird aber immer noch nicht ins private Netz geroutet dazu müssen wir noch ein paar Sachen setzen, genaugenommen ist es der Unterpunkt dhcpv6-pd im selben Baum (auf dem Bild rechts 4 Punkte über ipv6).

Wir setzen hier dhcpv6-pd – pd – 1 – interfaces auf eth1 (oder das Interface, wo unser PC dran hängt) und aktivieren den Unterpunkt prefix-only. Wenn wir nun die Interfaces neu starten, sollte nun das eth1 Interface eine IPv6 bekommen haben.

Wenn dies der Fall ist, muss nur noch radvd gestartet werden, damit auch Adressen per SLAAC an die Endgeräte vergeben wird. Dazu bewegen wir uns wieder im configtree unter interfaces – ethernet – eth1 (oder das, wo unser privates Netz dran hängt) – ipv6 – – prefix und geben dort das Prefix an, das wir auf eth1 bekommen haben, also z.b.: 2003:a:abcd:abcd::/64.

Danach das Zeug abspeichern und schon sollte der PC eine IPv6 bekommen, mit der man auch ins Internet kommt. Glückwunsch man hat den Edgerouter nun konfiguriert 🙂

Natürlich kann man das ganze auch auf der Konsole machen, das ist allerdings auch ein wenig gewöhnungsbedürftig und gerade für den Anfang fand ich die den configtree ganz schick. Ohne den configtree ist nach meinen Kenntnisstand IPv6 nicht zu konfigurieren.

In einen weiteren Beitrag werde ich noch beschreiben, wie man auf eth2 wo bei mir ja das Freifunknetz drauf hängt, eine statische Route mit NAT bzw. mit IPv6 sogar richtiges Routing (aber nur wenn man im Freifunk Franken Layer 3 Babel Netz aktiv ist) setzen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.