Vom unterversorgten Bürger über #rfzdf bis nach #rfnix

In letzter Zeit ist es hier wohl bisschen ruhig geworden. Aber es ist dennoch sehr viel im Freifunk passiert und das will ich hier jetzt mal bisschen aufdröseln. Angefangen hat alles mit einer Mail an die Freifunk Franken Mailingliste. Allein dieser Mailverlauf ist schon lesenswert wer ihn noch nicht gelesen hat

https://lists.freifunk.net/pipermail/franken-freifunk.net/2019-July/017323.html

Das ganze hat sich dann recht schnell dahin entwickelt, dass wir eine Person aus der Stadt Zirndorf kennen gelernt haben die dort in der IT arbeitet. Auch hier sind wir auf sehr positive Resonanz gestoßen und es ist grundsätzliches Interesse und auch Geld da, dass die Stadt selbst Freifunk macht und sich an unser Richtfunknetz anbindet. Nebenbei erwähnt betreibt die Stadt Zirndorf auch ein LoRaWAN Gateway.

Auch haben wir Kontakt zu Proact hergestellt. Die Firma betreibt in Nürnberg den N-IX und F3 Netze e.V. hat dort bereits Hardware angeschlossen und auch genug Transitkapazitäten. Wenn man also unser Richtfunknetz an den N-IX bekommt, würde man die ganzen Tunnel durch DSL und Kabelanschlüsse sparen und wäre “direkt im Internet”.

Der ganze Dreh- und Angelpunkt um das Projekt ist das Dach des FabLab Nürnbergs da dieses gute Sicht auf den SüdWestPark hat, gute Sicht nach Zirndorf und Oberasbach aber auch freie Sicht auf das Haus von Tim (Mail von oben) und wir dort oben auch genug Platz für Antennen haben. Die Strecken sind hier alle überschaubar und unter 5KM was für ordentliche Geschwindigkeit schon wichtig ist.

Da die Sache mit #rfnix noch etwas dauert (da müssen noch viele Randdaten geklärt werden) haben wir erstmal damit angefangen das Dach am FabLab auszubauen und TimP anzuschließen. Genug der Worte jetzt einfach mal ein Bild was mittlerweile am FabLab Dach steht:

Der Mast am FabLab Dach kurz nach dem Aufbau

Hier ist auch die Powerbeam in Richtung Hardhöhe hingezogen sowie eine weitere PBE-5AC-620 für die Verbindung zu TimP

Die Antennen sind optimal für diese Distanz und bringen die besten Modulation auch noch bei 40MHz. Der Link ist zwar schon in Betrieb aber auf der Gegenseite fehlt noch das Gateway, erst dann kann man ordentliche Speedtests machen und auch die Frequenzen richtig einstellen.

Die nächsten Pläne sind nun zu gucken wie wir Zirndorf weiter anbinden können, Projekt #rfzdf sowie auch an den N-IX ran kommen, Projekt #rfnix. Beides ist problemlos von dem neuen Mast erreichbar. Auch muss im FabLab noch vieles an Technik, Kabel usw. schön gemacht werden, da ist vieles noch ein großes Provisorium.

An dem Mast kommt noch ein Schaltschrank hin mit einem ES-10X sowie am anderen Rand des Gebäudes ein kleiner Mast auf einem Schirmständer für 2 weitere Verbindungen. Dort liegt bereits Glas und Strom und kommt ein EP-R6 hin mit den 2 weiteren Antennen.

Das LoRaWAN Gateway wird auch an den Mast umziehen.

Auch ist geplant das Dach autark mit Solar und vielleicht Windenergie zu betreiben. Es wurde aber zur Sicherheit dennoch ein Stromkabel neben dem Glas auf das Dach verlegt falls der Strom nicht ausreichen sollte.

Der Spruch: “Es wird großes entstehen” ist hier also gar nicht so falsch 😉 Es ist nur noch ganz ganz viel Arbeit und gibt viel zu tun.

Dieser Beitrag sowie das enthaltene Foto stehen unter CC-BY-NC-SA davon ausgeschlossen ist der Ubiquiti Screenshot.

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